Studien & Forschung

Jede Aussage auf St. Michael Apotheke Dirmstein basiert auf wissenschaftlicher Evidenz – nicht auf Herstellerangaben, nicht auf Influencer-Empfehlungen, nicht auf Erfahrungsberichten. Diese Seite zeigt Ihnen im Detail, wie wir arbeiten, welche Quellen wir nutzen und warum diese Methodik den Unterschied zwischen verlässlicher Information und Marketing ausmacht.

Der Markt für Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland hat laut Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller einen Jahresumsatz von über zwei Milliarden Euro. Die Zahl der Produkte wächst kontinuierlich – doch die wissenschaftliche Evidenz hinter vielen dieser Produkte hält mit dem Wachstum nicht Schritt. Kapseln werden mit «klinisch getestet» beworben, obwohl die zugrundeliegende Studie lediglich eine Pilotstudie mit zwanzig Teilnehmern über vier Wochen war. Inhaltsstoffe werden als «revolutionär» vermarktet, während die einzige Evidenz aus In-vitro-Versuchen stammt, die sich nicht auf den menschlichen Organismus übertragen lassen.

Diese Diskrepanz zwischen Werbeversprechen und wissenschaftlicher Realität ist der Grund, warum wir St. Michael Apotheke Dirmstein gegründet haben. Wir glauben, dass Verbraucher ein Recht darauf haben zu erfahren, was die Forschung tatsächlich zeigt – und was sie nicht zeigt. Dafür arbeiten wir nach einer transparenten, reproduzierbaren Methodik, die wir auf dieser Seite offenlegen.

Verantwortlich für die wissenschaftliche Methodik ist Maximilian Berger, M. Sc., Ernährungswissenschaftler und ehemaliger Forschungsmitarbeiter am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE). Jede Produktbewertung wird zusätzlich durch Dr. med. Katharina Weimann auf medizinische Korrektheit geprüft.

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Die Datenbanken und Institutionen hinter unseren Analysen

Die Qualität einer Bewertung steht und fällt mit der Qualität ihrer Quellen. Wir verwenden ausschließlich anerkannte wissenschaftliche Datenbanken und institutionelle Quellen mit nachgewiesener methodischer Strenge. Herstellerangaben, Social-Media-Beiträge und Erfahrungsberichte ohne wissenschaftlichen Kontext fließen nicht in unsere Bewertungen ein.

Primäre Recherchequelle

PubMed / MEDLINE

PubMed ist die weltweit größte biomedizinische Literaturdatenbank, betrieben von der U.S. National Library of Medicine. Mit über 36 Millionen Fachartikeln aus mehr als 5.000 Journals ist sie der internationale Goldstandard für die medizinische und ernährungswissenschaftliche Recherche. Wir nutzen PubMed als erste Anlaufstelle für die systematische Suche nach klinischen Studien zu jedem Wirkstoff, den wir bewerten. Unsere Suchstrategie kombiniert Wirkstoffnamen mit MeSH-Terms (Medical Subject Headings), um sowohl spezifische Ergebnisse als auch verwandte Forschung zu erfassen.

Systematische Reviews & Meta-Analysen

Cochrane Library

Die Cochrane Library ist die weltweit führende Quelle für systematische Übersichtsarbeiten in der Medizin. Cochrane Reviews fassen den Forschungsstand zu einer klinischen Fragestellung zusammen, indem sie alle verfügbaren Studien identifizieren, methodisch bewerten und statistisch zusammenführen. Wenn ein Cochrane Review zu einem Wirkstoff existiert, hat dieser in unserer Bewertung das höchste Gewicht – denn er repräsentiert die derzeit beste Zusammenfassung der gesamten Evidenzlage. Meta-Analysen aus der Cochrane Library können Effektstärken präziser bestimmen als jede einzelne Studie für sich.

Regulatorische Referenz

EFSA – Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit

Die EFSA ist die wissenschaftliche Behörde der Europäischen Union für die Risikobewertung im Bereich Lebensmittelsicherheit. Für unsere Arbeit ist die EFSA aus zwei Gründen unverzichtbar: Erstens bewertet sie die wissenschaftliche Evidenz hinter gesundheitsbezogenen Angaben (Health Claims) und entscheidet, welche Aussagen Hersteller rechtlich verwenden dürfen. Zweitens publiziert sie wissenschaftliche Gutachten zu Höchstmengen und Sicherheitsprofilen einzelner Nährstoffe. Wir gleichen jede Herstelleraussage mit den EFSA-Gutachten ab und kennzeichnen Verstöße gegen die EU‑Health‑Claims‑Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 deutlich in unseren Bewertungen.

Sicherheitsbewertung & Höchstmengen

BfR – Bundesinstitut für Risikobewertung

Das BfR ist die wissenschaftliche Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland, die Stellungnahmen und Empfehlungen zu Fragen der Lebensmittelsicherheit erarbeitet. Für unsere Produktbewertungen sind insbesondere die BfR-Höchstmengenempfehlungen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln relevant. Wenn ein Produkt die vom BfR empfohlenen Tageshöchstmengen überschreitet, weisen wir in unserer Bewertung explizit darauf hin – auch wenn die Dosierung innerhalb des gesetzlich zulässigen Rahmens liegt.

Nährstoff-Referenzwerte

DGE – Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Die DGE publiziert die D‑A‑CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – die wissenschaftliche Grundlage für Ernährungsempfehlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wir verwenden diese Referenzwerte, um die Dosierung eines Nahrungsergänzungsmittels in Relation zum täglichen Bedarf einzuordnen. So können unsere Leser auf einen Blick erkennen, ob ein Produkt eine physiologisch sinnvolle Menge enthält oder ob die Dosierung weit über oder unter dem Bedarf liegt.

Vom Produkt zum Urteil: Unser 5-Stufen-Analyseprozess

Die Startseite gibt einen Überblick über unsere fünf Bewertungsstufen. Hier erläutern wir jeden Schritt im Detail – so dass Sie als Leser genau nachvollziehen können, wie wir zu unseren Einschätzungen gelangen. Dieser Prozess ist standardisiert: Jedes Produkt, das wir bewerten, durchläuft exakt diese fünf Schritte, ohne Ausnahme.

SCHRITT 01

Inhaltsstoff-Identifikation & Dosierungsanalyse

Im ersten Schritt erfassen wir die vollständige Zutatenliste des Produkts. Dabei analysieren wir nicht nur, welche Wirkstoffe enthalten sind, sondern in welcher chemischen Form und Dosierung sie vorliegen. Diese Differenzierung ist entscheidend, denn die Bioverfügbarkeit – also der Anteil eines Wirkstoffs, den der Körper tatsächlich aufnehmen und verwerten kann – variiert je nach Verbindungsform erheblich.

Ein Beispiel: Magnesiumoxid enthält zwar den höchsten prozentualen Anteil elementares Magnesium, wird aber vom Körper deutlich schlechter resorbiert als Magnesiumcitrat oder Magnesiumbisglycinat. Ein Produkt, das 400 mg Magnesiumoxid angibt, liefert dem Körper daher weniger nutzbares Magnesium als eines mit 300 mg Magnesiumcitrat. Solche Unterschiede offenzulegen, gehört zum Kern unserer Arbeit.

Die angegebene Dosierung gleichen wir mit den in klinischen Studien verwendeten Mengen ab. Wenn eine Studie einen Effekt bei 3 g Glucomannan täglich nachweist, ein Produkt aber nur 500 mg pro Tagesdosis enthält, fließt das direkt in unsere Bewertung ein.

SCHRITT 02

Systematische Studienrecherche

Für jeden als relevant identifizierten Inhaltsstoff führen wir eine systematische Literaturrecherche durch. Unsere primäre Recherchequelle ist PubMed, ergänzt durch die Cochrane Library und die EFSA-Datenbank. Die Suchstrategie kombiniert den Wirkstoffnamen (einschließlich Synonyme und chemischer Bezeichnungen) mit der jeweiligen Indikation (z. B. «Glucomannan AND weight loss AND randomized controlled trial»).

Wir priorisieren die Studientypen nach der anerkannten Evidenzpyramide: Meta-Analysen und systematische Reviews stehen an der Spitze, gefolgt von randomisierten kontrollierten Studien (RCTs), Kohortenstudien und Beobachtungsstudien. In-vitro-Studien und Tierversuche werden als Kontext erfasst, können aber keine Wirksamkeit beim Menschen belegen. Pro Wirkstoff identifizieren wir mindestens drei unabhängige Studien, bevor wir eine Bewertung vergeben.

SCHRITT 03

Evidenzbewertung nach Qualitätskriterien

Nicht jede veröffentlichte Studie ist gleich aussagekräftig. Deshalb bewerten wir die methodische Qualität jeder identifizierten Studie anhand folgender Kriterien: Stichprobengröße (wie viele Teilnehmer?), Studiendauer (lang genug für den erwarteten Effekt?), Verblindung (wussten Teilnehmer und Forscher, wer das Prüfpräparat erhielt?), Kontrollgruppe (Placebo oder aktiver Vergleich?), statistische Methodik und potenzielle Interessenkonflikte der Studienautoren.

Auf Basis dieser Analyse vergeben wir eine von vier Evidenzstufen:

Evidenzstufe A — Starke Evidenz
Mehrere hochwertige RCTs oder mindestens eine Meta-Analyse/systematischer Review bestätigen die Wirksamkeit. Effektgröße klinisch relevant. Ergebnisse über verschiedene Populationen konsistent.

Evidenzstufe B — Moderate Evidenz
Mindestens zwei RCTs mit positiven Ergebnissen, jedoch begrenzte Stichprobengröße, kurze Studiendauer oder gewisse methodische Einschränkungen. Die Tendenz ist positiv, aber die Datenlage erlaubt keine abschließende Beurteilung.

Evidenzstufe C — Schwache Evidenz
Nur einzelne Studien mit kleiner Stichprobe, widersprüchliche Ergebnisse oder ausschließlich Beobachtungsstudien. Die Wirksamkeit ist möglich, aber nicht ausreichend belegt, um eine Empfehlung zu rechtfertigen.

Evidenzstufe D — Keine / Unzureichende Evidenz
Keine kontrollierten Humanstudien verfügbar, ausschließlich In-vitro-Daten oder Tierversuche, oder die vorhandenen Studien zeigen keinen signifikanten Effekt. Herstelleraussagen zur Wirksamkeit sind auf Basis der aktuellen Datenlage nicht haltbar.

SCHRITT 04

Regulatorischer Abgleich mit EU Health Claims

Die EU‑Health‑Claims‑Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 regelt, welche gesundheitsbezogenen Aussagen für Lebensmittel – einschließlich Nahrungsergänzungsmittel – in der EU verwendet werden dürfen. Nur Angaben, die von der EFSA wissenschaftlich bewertet und von der EU-Kommission genehmigt wurden, sind rechtlich zulässig.

In diesem Schritt vergleichen wir die Werbeaussagen auf der Produktverpackung und der Herstellerwebsite mit der offiziellen Liste zugelassener Health Claims. Wenn ein Hersteller behauptet, sein Produkt «unterstützt die Gewichtsabnahme», prüfen wir, ob für den enthaltenen Wirkstoff in der angegebenen Dosierung ein entsprechender zugelassener Health Claim existiert. Verstöße kennzeichnen wir mit einem eigenen Warnsymbol in unserer Bewertung. Wir weisen explizit darauf hin, dass das Fehlen eines zugelassenen Health Claims nicht automatisch Wirkungslosigkeit bedeutet – aber es bedeutet, dass die Werbeaussage des Herstellers die regulatorische Grundlage fehlt.

SCHRITT 05

Gesamtbewertung & gewichteter Score

Im letzten Schritt führen wir alle Analyseergebnisse in einer Gesamtbewertung zusammen. Diese basiert auf vier gewichteten Kriterien:

Wirksamkeitsbelege (40 % Gewichtung): Wie stark ist die wissenschaftliche Evidenz für den behaupteten Nutzen? Basierend auf unserer Evidenzstufe A–D. – Dosierung & Bioverfügbarkeit (25 %): Enthält das Produkt die Wirkstoffe in einer Form und Menge, die den Studienergebnissen entspricht? – Preis-Leistungs-Verhältnis (20 %): Wie verhält sich der Preis zur gebotenen Qualität, Dosierung und Packungsgröße im Vergleich zu Alternativen? – Herstellertransparenz (15 %): Wie offen kommuniziert der Hersteller Inhaltsstoffe, Herkunft, Produktionsstandards und Laboranalysen?

Der resultierende Gesamtscore auf einer Skala von 1 bis 10 gibt Ihnen eine sofort verständliche Orientierung. Wir weisen jedoch in jeder Bewertung darauf hin, dass der Einzelscore die detaillierte Analyse nicht ersetzt – ein Produkt mit einem Gesamtscore von 6 kann in der Dosierung hervorragend abschneiden, aber durch fehlende Evidenz und mangelnde Herstellertransparenz abgewertet werden. Nur die vollständige Analyse liefert das Gesamtbild.

Unsere Redaktionsrichtlinien und Qualitätsstandards

Unsere Schlüsselstudien – Die Evidenzbasis unserer Bewertungen

Die folgende Tabelle zeigt eine Auswahl der Studien, die wir in unseren Bewertungen regelmäßig referenzieren. Jeder Eintrag ist über den DOI-Link direkt bei der Original-Publikation überprüfbar. Diese Liste wird kontinuierlich erweitert und aktualisiert, sobald neue relevante Forschungsergebnisse veröffentlicht werden.

Gewichtsmanagement & Appetitregulation

AutorenJahrTitelJournalDOI
Keithley et al.2013Glucomannan and obesity: a critical reviewJ Am Coll Nutr10.1080/073157…
Onakpoya et al.2014Efficacy of glucomannan supplementation on body weight in overweight and obese adults: a systematic reviewJ Obes10.1155/2014/…
Jurgens et al.2012Green tea for weight loss and weight maintenance in overweight or obese adults (Cochrane Review)Cochrane Database10.1002/14651…
Pittler & Ernst2004Dietary supplements for body-weight reduction: a systematic reviewAm J Clin Nutr10.1093/ajcn/7…
EFSA Panel2010Scientific Opinion on glucomannan and maintenance of normal blood cholesterol concentrationsEFSA Journal10.2903/j.efsa…

Mikronährstoffe & Vitamine

AutorenJahrTitelJournalDOI
Autier et al.2017Vitamin D status and ill health: a systematic reviewLancet Diabetes Endocrinol10.1016/S2213-…
Gröber et al.2015Vitamin D: update on the state of the scienceNutrients10.3390/nu705…
Veronese et al.2020Magnesium and health outcomes: an umbrella reviewEur J Nutr10.1007/s00394…
Zhang et al.2016Effects of magnesium supplementation on blood pressure (meta-analysis)Hypertension10.1161/HYPER…
Abdelhamid et al.2020Omega-3 fatty acids for the primary and secondary prevention of cardiovascular disease (Cochrane)Cochrane Database10.1002/14651…

Darmgesundheit & Probiotika

AutorenJahrTitelJournalDOI
Ritchie & Romanuk2012A meta-analysis of probiotic efficacy for gastrointestinal diseasesPLoS ONE10.1371/journa…
Ford et al.2018Efficacy of probiotics in irritable bowel syndrome: updated systematic review and meta-analysisAm J Gastroenterol10.1038/s41395…
Suez et al.2019The pros, cons, and many unknowns of probioticsNat Med10.1038/s41591…
Sanders et al.2019Probiotics and prebiotics in intestinal health and diseaseNat Rev Gastro10.1038/s41575…
Hill et al.2014Expert consensus document: The ISAPP consensus statement on the definition and scope of probioticsNat Rev Gastro10.1038/nrgast…

Hinweis: Die DOI-Links in der Tabelle sind gekürzt dargestellt. In der Live-Version werden die vollständigen DOI-Links als klickbare Hyperlinks implementiert, die direkt zum Abstract oder Volltext der jeweiligen Studie führen. Diese Datenbank wird mit jeder neuen Produktbewertung erweitert.

Fachbegriffe von A bis Z

In unseren Bewertungen verwenden wir wissenschaftliche Fachbegriffe, die nicht jedem Leser geläufig sind. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe in verständlicher Sprache – damit Sie unsere Analysen vollständig nachvollziehen können.

BioverfügbarkeitDer Anteil eines aufgenommenen Wirkstoffs, der tatsächlich in den Blutkreislauf gelangt und dem Körper zur Verfügung steht. Beeinflusst durch die chemische Form des Wirkstoffs, Wechselwirkungen mit anderen Inhaltsstoffen und individuelle Faktoren wie Magenacidlität.
DoppelblindstudieEin Studiendesign, bei dem weder die Teilnehmer noch die durchführenden Forscher wissen, wer das Prüfpräparat und wer ein Placebo erhält. Gilt als Goldstandard, da es unbewusste Verzerrungen durch Erwartungshaltungen minimiert.
EFSAEuropean Food Safety Authority – die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit mit Sitz in Parma (Italien). Bewertet die wissenschaftliche Grundlage von Health Claims und erstellt Risikobewertungen zu Nährstoffen.
EvidenzstufeEine standardisierte Einordnung der wissenschaftlichen Belastbarkeit einer Aussage. Wir verwenden die Stufen A (starke Evidenz) bis D (keine/unzureichende Evidenz), abgeleitet von der Oxford Centre for Evidence-Based Medicine Klassifikation.
Health ClaimEine gesundheitsbezogene Angabe auf der Verpackung oder in der Werbung eines Lebensmittels oder Nahrungsergänzungsmittels. In der EU dürfen nur von der EFSA wissenschaftlich geprüfte und von der EU-Kommission zugelassene Health Claims verwendet werden.
In-vitro-StudieEin Experiment, das außerhalb eines lebenden Organismus durchgeführt wird – typischerweise in Zellkulturen oder Reagenzgläsern. Ergebnisse aus In-vitro-Studien lassen sich nicht automatisch auf den menschlichen Körper übertragen.
Meta-AnalyseEin statistisches Verfahren, das die Ergebnisse mehrerer unabhängiger Studien zur gleichen Fragestellung zusammenfasst. Durch die größere Gesamtstichprobe können Effekte präziser bestimmt werden als in jeder Einzelstudie.
NEMNahrungsergänzungsmittel – Lebensmittel, die dazu bestimmt sind, die allgemeine Ernährung zu ergänzen. Sie sind keine Arzneimittel und dürfen keine arzneiliche Wirkung beanspruchen. In Deutschland reguliert durch die Nahrungsergänzungsmittelverordnung (NemV).
Peer ReviewEin Begutachtungsverfahren, bei dem wissenschaftliche Arbeiten vor der Veröffentlichung von unabhängigen Fachexperten auf methodische Qualität und Schlüssigkeit geprüft werden. Gilt als Qualitätssicherungsmechanismus der Wissenschaft.
PlaceboEin Scheinpräparat ohne pharmakologische Wirkung, das in klinischen Studien als Vergleich zum Prüfpräparat eingesetzt wird. Ermöglicht die Unterscheidung zwischen echten Wirkstoffeffekten und Effekten, die allein durch die Erwartungshaltung entstehen (Placeboeffekt).
RCTRandomized Controlled Trial (randomisierte kontrollierte Studie) – ein Studiendesign, bei dem Teilnehmer per Zufallsverfahren der Interventions- oder Kontrollgruppe zugeordnet werden. In der Evidenzhierarchie direkt unterhalb von Meta-Analysen und systematischen Reviews angesiedelt.
Systematischer ReviewEine Übersichtsarbeit, die alle verfügbaren Studien zu einer definierten Fragestellung systematisch identifiziert, bewertet und zusammenfasst. Im Gegensatz zu narrativen Übersichten folgt der systematische Review einem vorab festgelegten, transparenten Protokoll.

Wissenschaft ist ein Prozess – und wir laden Sie ein, daran teilzuhaben

Die Forschung zu Nahrungsergänzungsmitteln entwickelt sich stetig weiter. Neue Studien können bestehende Einschätzungen bestätigen, differenzieren oder in Frage stellen. Wir verstehen unsere Bewertungen daher nicht als abschließende Urteile, sondern als den aktuellen Stand einer laufenden wissenschaftlichen Diskussion.

Wenn Sie eine relevante Studie kennen, die wir in unserer Analyse berücksichtigen sollten, oder wenn Sie methodische Fragen zu unserer Vorgehensweise haben – wir freuen uns über qualifizierte Rückmeldungen. Konstruktive Kritik macht unsere Arbeit besser.

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